Roboter mal philosophisch

Vom 11. – 14. August fand in Dublin, Irland, die siebte Konferenz robophilosophy statt, die Forschende, Entwickler*innen und Politiker*innen zum Gedankenaustausch einlädt.

Konferenz robophilossophy 2026, Connected Futures: Nature, Robots, and Society, an der University College Dublin (UCD)

Grundlegende Fragen für eine Zukunft, in der Roboter die Menschen unterstützen, sind Thema der Konferenz. Es geht hauptsächlich um soziale Roboter, die, wenn sie den sozialen Raum mit Menschen teilen, stets die Menschenwürde, Eigenständigkeit und soziale Gerechtigkeit respektieren sollen. Dazu müssen rechtliche Fragen geklärt werden und auch überlegt werden, wie Roboter Nachhaltigkeit unterstützen können. Ich habe die Konferenz zum ersten Mal besucht, bzw. war dort als Autorin eines Artikels zu Robotern in der Pflege als Rednerin eingeladen worden. Als Informatikerin war ich dort eine von wenigen Teilnehmer*innen mit technischer Ausbildung. Viele Vorträge kamen aus den Bereichen Philosophie, Sozialwissenschaften und Gesellschaftswissenschaften. Was mich dabei am meisten überrascht hat war, dass es kaum Zweifel gab, dass Roboter sich in absehbarer Zeit den sozialen Raum mit Menschen teilen werden, sprich die Geräte eine ständige Unterstützung oder auch eine Art Kumpel sein können. Im Bereich der Pflege sehe ich diese Möglichkeiten noch nicht so bald. Dazu mehr in einem nächsten Blog. Die Vielfalt der Ideen und Anregungen hat mir sehr gut gefallen. Beeindruckt haben mich insbesondere die Vorträge von Dr. Hideki Kajima, Toyota Motors Europe, der über ein Vorzeige-Krankenhaus mit 500 Betten mit Transport-Robotern in Japan berichtet hat, und von Frau Prof. Shannon Vallor, Edinburgh Futures Institute (EFI), die u.a. eine feministische Sichtweise auf Roboter in der Pflege vertreten hat.