Gesundheitstechnik: KI und mehr

Künstliche Intelligenz (KI) ist auch in der Gesundheitstechnik nicht mehr wegzudenken. Reine KI (also nur Wissensmodelle anzuwenden) ist nur eine Seite der notwendigen Innovation in der Gesundheitstechnik. Datenerfassung und Umsetzung von Pflegehandlungen oder medizinischen Eingriffen braucht Sensorik und Robotertechnologie. Ohne Vorgaben zu dem Themenspektrum kamen in diesem Semester (SoSe2026) Studierenden in einem Seminar zu einem sehr detaillierten Blick auf die aktuellen Trends in der Gesundheitstechnik. So wurde schnell klar, dass bei der KI auf die verschiedenen Arten eingegangen werden muss. Spezialisierte Wissensmodelle, Sprachmodelle und Kombinationen aus beiden spielen eine Rolle. Die problematischen KI-Agenten oder KI-Superintelligenzen sind noch kein praxisrelevantes Thema. Wichtig sind für die praktische Arbeit im Gesundheitswesen und der verbesserten Diagnose nach Meinung der Studierenden (siehe Abbildung): Fitness-Tracker, medizinische IoT-Geräte, Bilderkennung in der Diagnose, Roboter für operative Eingriffe, Pflegeroboter, Spracherkennung für Dokumentation oder Therapie. Dahinter stehen verschiedene Formen der KI, die Funktionen häufig erst ermöglichen oder maßgeblich verbessern. Wichtig ist aber der Sinn und die Nützlichkeit der Technik. Außerdem sehen die Studierenden auch Risiken (Fake-Bilder, Halluzinationen der KI) oder Parallelitäten zwischen der Bildanalyse in der Industrie und der Medizin.

Abbildung: Übersicht über die ausgewählten Themen im Seminar (SoSe2026)

Die Sichtweise der Studierenden zeigen, wie differenziert die Technik gesehen werden kann und wie sehr der Sinn einer Technik im Vordergrund stehen kann.